Vergleich der Social-Media-Nutzung in Österreich zwischen 2023 und 2024

Vergleich der Social-Media-Nutzung in Österreich zwischen 2023 und 2024

von Melanie Findenig -
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1. Generelle Zunahme der Social-Media-Nutzung

  • In fast allen Plattformen sind die Nutzerzahlen gestiegen, besonders bei TikTok (+20%), LinkedIn (+24%) und Snapchat (+26%). Auch WhatsApp und YouTube verzeichneten ein leichtes Wachstum.
  • Dies zeigt, dass immer mehr Menschen Social Media als Hauptkommunikations- und Informationsquelle nutzen.
  • Ein möglicher Grund dafür ist die wachsende Verfügbarkeit von mobilen Geräten und günstigeren Internet-Tarifen, wodurch auch ältere Zielgruppen aktiver werden.

2. TikTok und Instagram als Informationsquellen für junge Generationen

  • Laut dem Bericht für 2024 meiden junge Menschen klassische Suchmaschinen wie Google und suchen stattdessen direkt auf Plattformen wie YouTube, Instagram und TikTok nach Informationen.
  • Dies könnte mit dem veränderten Medienkonsumverhalten zusammenhängen: Kürzere, visuelle Inhalte sind einfacher konsumierbar als lange Texte oder klassische Websites.
  • Auch das verstärkte Influencer-Marketing führt dazu, dass Social-Media-Plattformen als vertrauenswürdige Informationsquellen angesehen werden.

3. Rückgang klassischer Plattformen und Aufstieg neuer Trends

  • Plattformen wie X (ehemals Twitter) und Xing haben an Bedeutung verloren. Besonders auffällig ist, dass Twitter 2023 nur 700.000 Nutzer hatte, während X im Jahr 2024 bei 1,5 Millionen liegt – ein scheinbarer Anstieg, der jedoch eher mit der Neuausrichtung der Plattform durch Elon Musk zusammenhängen könnte.
  • BeReal wird als neue Plattform erwähnt, die besonders bei jungen Menschen beliebt ist (+13% mehr Nutzer als im Vorjahr).
  • Dies zeigt, dass Social-Media-Trends immer kurzlebiger werden und neue Plattformen schnell Marktanteile gewinnen können.


Diese Entwicklungen sind für unsere Tätigkeit als Lehrkräfte besonders relevant, da Schülerinnen zunehmend Social Media zur Informationsbeschaffung und zum Lernen nutzen. Die Integration solcher Plattformen in den Unterricht kann daher hilfreich sein, um die Lernmotivation zu steigern und praxisnahe Inhalte zu vermitteln. Gleichzeitig tragen Lehrkräfte eine entscheidende Verantwortung, ihren SchülerInnen kritisches Denken und die Bewertung von Quellen näherzubringen. Neben der Vermittlung fachlicher Inhalte sollte der Unterricht verstärkt darauf abzielen:

  • Fake News zu erkennen,
  • Quellen kritisch zu überprüfen,
  • algorithmenbasierte Filterblasen zu hinterfragen,
  • und Daten reflektiert zu analysieren.

Erst durch diese Fähigkeiten können SchülerInnen Social Media sinnvoll für ihr Lernen nutzen, ohne Opfer von Desinformation zu werden.