Als Metalllehrer, der täglich mit Jugendlichen zu tun hat, sehe ich die Social-Media-Daten von Plattformen wie Artworx.at mit einer gesunden Portion Skepsis. Die Zahlen mögen hilfreich wirken, doch oft fehlt es an Transparenz: Wie wurden die Daten erhoben? Wer wurde befragt? Gerade bei Jugendlichen erlebe ich täglich, wie schnell sich Trends ändern – was heute „in“ ist, ist morgen schon vergessen. Viele Plattformen zählen auch inaktive Nutzer mit, was ein verzerrtes Bild ergibt.
Was die Nutzung angeht, zeigt sich deutlich ein Generationenunterschied: Meine Schüler hängen vor allem auf TikTok, Instagram und YouTube ab – Facebook ist für sie eher „was für die Eltern“. In anderen Altersgruppen oder Weltregionen sieht das ganz anders aus. Das zeigt, wie wichtig es ist, bei solchen Statistiken genauer hinzusehen und nicht alles über einen Kamm zu scheren.
In der Schule verändern soziale Medien vieles. Sie bieten neue Wege zum Lernen – Tutorials, Erklärvideos, schnelle Infos. Gleichzeitig machen sie das Lehren schwieriger: Konzentration, kritisches Denken und der Umgang mit Falschinformationen werden zur Herausforderung. Medienkompetenz wird genauso wichtig wie handwerkliches Können. Deshalb versuche ich in meinem Unterricht nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch den bewussten Umgang mit digitalen Inhalten zu fördern.
Auch in der Arbeitswelt verändern sich Dinge: Neue Berufe entstehen, Kommunikation läuft zunehmend digital ab. Wer heute als junger Mensch ins Berufsleben startet, muss nicht nur mit Werkzeugen umgehen können, sondern auch mit digitalen Tools – das gehört inzwischen genauso zur Ausbildung wie der Werkstoffkundeunterricht.