Deepfakes – Arten, Gefahren, erkennen von Deepfakes
Künstliche Intelligenz – Chancen und Risiken im schulischen Kontext
Was sind Deepfakes?
Deepfakes sind mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) manipulierte Fotos, Videos oder Audio-Dateien. Dadurch können Personen in Medieninhalten Dinge tun oder sagen, die sie in Wirklichkeit nie getan oder gesagt haben.
Arten von Deepfakes
Video-Deepfakes: Gesichter werden in bestehende Videos eingefügt oder ausgetauscht.
Audio-Deepfakes: Stimmen werden nachgeahmt, um täuschend echte Fake-Aussagen zu erzeugen.
Bild-Deepfakes: Fotos werden manipuliert, um Personen in Situationen zu zeigen, in denen sie nie waren.
Für die Erstellung solcher Deepfakes gibt es mittlerweile zahlreiche KI-Tools (zB DeepFaceLab, Reface)
Wo tauchen Deepfakes auf und welche Gefahren entstehen?
Deepfakes werden für unterhaltsame Zwecke, aber auch für problematische Anwendungen genutzt. Anbei einige Beispiele:
Unterhaltung: Viele Social-Media-Filter basieren auf Deepfake-Technologie, wie z. B. die FaceApp, mit der man sich altern lassen kann.
Politische Einflussnahme: Deepfakes können dazu verwendet werden, falsche Informationen zu verbreiten.
Kriminalität: Betrüger nutzen Audio-Deepfakes, um sich am Telefon als Geschäftsführer auszugeben und Unternehmen zu schaden.
Die größte Gefahr ist die Verbreitung von Falschinformationen. Vor allem Menschen, welche mit KI noch wenig zu tun hatten, könnten manipulierte Inhalte für wahr halten und dadurch beeinflusst werden. Dies passiert mehrfach auch unter SchülerInnen, wodurch das Problem von Mobbing noch stärker zunimmt.
Besonders problematisch sind auch Deepfake-Pornos: Laut Studien machen pornografische Deepfakes über 90 % aller im Internet veröffentlichten Deepfake-Videos aus, und fast ausschließlich Frauen sind betroffen.
Erkennen von Deepfakes
Obwohl Deepfake-Technologien immer besser werden, gibt es einige Hinweise, um sie zu entlarven:
Unnatürliche Gesichtszüge: Verzerrte oder starre Mimik können verdächtig sein.
Fehlendes Blinzeln: Menschen blinzeln unbewusst – wenn nicht, könnte es ein Fake sein.
Unschärfen an Rändern: Oft gibt es unscharfe Übergänge zwischen Gesicht und Hintergrund.
Zur Erkennung von Deepfakes gibt es hilfreiche Online-Tools, wie zB:
Deepware Scanner (zur Analyse von Videos)
Deepfake Detection von DuckDuckGoose (KI-gestützte Prüfung)
Neben den Risiken, die KI für die Manipulation von Medieninhalten mit sich bringt, bietet sie auch zahlreiche Chancen – insbesondere im Bildungsbereich.
Künstliche Intelligenz im Unterricht – Chancen und Herausforderungen für Lehrende und SchülerInnen
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht nimmt immer mehr zu. Sie kann Lehrkräfte bei der Unterrichtsvorbereitung entlasten und SchülerInnen individuell fördern. Doch neben den vielen Vorteilen gibt es auch Herausforderungen und Risiken.
Vorteile für Lehrende
Zeitersparnis bei der Unterrichtsvorbereitung: KI kann Arbeitsblätter, Tests und Quizfragen automatisch generieren.
Effiziente Korrektur: Spezielle KI-Programme ermöglichen eine schnellere und objektive Bewertung von Arbeiten.
Individuelle Förderung: Adaptive Lernplattformen passen sich automatisch an das Niveau der SchülerInnen an und erleichtern differenzierten Unterricht.
Unterstützung im Klassenzimmer: Sprachassistenten und KI-gestützte Lernprogramme können Lehrkräften helfen, komplexe Themen anschaulicher zu erklären.
Nachteile für Lehrende
Qualitätskontrolle: KI-generierte Inhalte müssen überprüft werden, da sie Fehler enthalten können.
Abhängigkeit von Technologie: Ein zu starker Einsatz könnte dazu führen, dass Lehrkräfte ihre eigenen Methoden vernachlässigen.
Datenschutz: Viele KI-Programme speichern persönliche Daten, was problematisch sein kann.
Vorteile für SchülerInnen
Personalisierte Lernunterstützung: KI passt sich an das Lerntempo an und bietet gezielte Hilfestellungen.
Unabhängiges Lernen: SchülerInnen können mit KI-Tools eigenständig üben und Fragen klären.
Interaktives Lernen: KI ermöglicht den Einsatz von Virtual Reality und anderen modernen Lehrmethoden.
Nachteile für SchülerInnen
Weniger eigene Denkleistung: Zu starke Nutzung könnte dazu führen, dass SchülerInnen weniger selbst nachdenken.
Gefahr der Fehlinformation: KI kann falsche oder ungenaue Antworten liefern.
Soziale Isolation: Wenn KI zu viele Lernprozesse übernimmt, könnten direkte Interaktionen mit Lehrkräften und MitschülerInnen abnehmen.
Persönliche Meinung
Die schnelle Entwicklung von Künstlicher Intelligenz bringt Chancen und Risiken mit sich. Deepfakes zeigen, wie leicht Manipulationen möglich sind, während KI im Unterricht Lehrkräfte unterstützen kann.
Wichtig ist ein bewusster Umgang: KI kann den Unterricht effizienter und individueller machen, doch Informationen müssen kritisch geprüft und Datenschutz beachtet werden. SchülerInnen sollten KI als Hilfe nutzen, ohne eigenständiges Denken zu vernachlässigen. Lehrkräfte müssen ihnen Werkzeuge zur Überprüfung von Inhalten an die Hand geben.
Letztlich kommt es auf das richtige Gleichgewicht an – KI sollte den Menschen unterstützen, nicht ersetzen.