Social Media Nutzung 2023/2024
Die Nutzung sozialer Medien hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Besonders Plattformen wie TikTok, LinkedIn und Snapchat konnten 2024 ein starkes Wachstum verzeichnen, während klassische Netzwerke wie Facebook stagnieren oder an Bedeutung verlieren. Diese Entwicklung zeigt nicht nur eine Veränderung im Nutzerverhalten, sondern auch neue Herausforderungen und Chancen, insbesondere im Bereich Bildung und Unternehmenskommunikation.
Zunahme der Social-Media-Nutzung
In fast allen Plattformen sind die Nutzerzahlen gestiegen. Besonders TikTok (+20%), LinkedIn (+24%) und Snapchat (+26%) konnten starke Zuwächse verzeichnen. Auch WhatsApp und YouTube blieben stabil oder verzeichneten ein leichtes Wachstum.
Ein wichtiger Faktor für diesen Anstieg ist die verbesserte Verfügbarkeit von mobilen Geräten und günstigeren Internet-Tarifen, wodurch auch ältere Zielgruppen aktiver werden. Im Jahr 2023 lag die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer sozialer Medien in Österreich bei 73 Minuten, 2024 stieg sie auf 83 Minuten. Besonders TikTok weist mit über 31 Stunden pro Monat die höchste Nutzungsdauer auf, während YouTube (16 Stunden), Instagram (12 Stunden) und Facebook (10 Stunden) dahinter zurückbleiben.
TikTok und Instagram als Informationsquellen der jungen Generation
Immer mehr junge Menschen nutzen Social Media nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Informationsbeschaffung. Klassische Suchmaschinen wie Google verlieren in dieser Zielgruppe an Bedeutung, stattdessen wird direkt auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube gesucht. Kürzere, visuelle Inhalte sind leichter konsumierbar als lange Texte oder klassische Webseiten. Auch das starke Influencer-Marketing auf diesen Plattformen trägt dazu bei, dass sie als vertrauenswürdige Informationsquellen wahrgenommen werden.
Rückgang klassischer Plattformen & neue Trends
Während Plattformen wie Facebook stagnieren (5,12 Mio. Nutzer 2023 vs. 5,2 Mio. 2024), erleben neue Netzwerke deutlichen Zuwachs. Besonders BeReal (+13%) und Pinterest erfreuen sich steigender Beliebtheit. Gleichzeitig verliert Facebook zunehmend die jüngeren Generationen, da diese vermehrt auf visuell geprägte Plattformen wie TikTok, Snapchat und Instagram ausweichen.
Auch LinkedIn konnte einen deutlichen Zuwachs verzeichnen und wird zunehmend als berufliches Netzwerk genutzt. Dies zeigt, dass Social Media nicht nur für Unterhaltung, sondern auch für Karriere und Networking an Bedeutung gewinnt.
Auswirkungen auf Bildung & Medienkompetenz
Diese Entwicklungen sind besonders für Lehrkräfte und Pädagog:innen von Bedeutung. Da Schüler:innen zunehmend Social Media zur Informationsbeschaffung und zum Lernen nutzen, sollte der Unterricht verstärkt folgende Schwerpunkte setzen:
Fake News erkennen und hinterfragen
Quellen kritisch bewerten
Filterblasen und Algorithmen reflektieren
Daten und Privatsphäre bewusst schützen
Nur durch eine gezielte Medienbildung können junge Menschen Social Media sinnvoll für ihr Lernen nutzen, ohne Opfer von Desinformation oder Manipulation zu werden.
Fazit
Die Social-Media-Landschaft in Österreich ist im Wandel. Während etablierte Plattformen wie WhatsApp, YouTube und Instagram ihre Reichweite halten, erleben TikTok, Snapchat, Pinterest und LinkedIn bemerkenswertes Wachstum. Die zunehmende Nutzung durch Jugendliche birgt Chancen, aber auch Risiken – vor allem hinsichtlich Suchtpotenzial und kritischer Medienkompetenz.
Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Privatpersonen sollten sich dieser Entwicklungen bewusst sein und ihre Strategien entsprechend anpassen, um von den neuen Trends zu profitieren, ohne deren Herausforderungen zu unterschätzen.